Mit Kindern beten

Monatliches Allianzgebet für Juli 2018

„Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Himmelreich“ 

Matthäus 19,14

Goethe hat einmal gesagt: „Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“ Das Beste aber, was wir für unsere Kinder tun können ist, dass wir für sie und mit ihnen beten und sie unter den Segen, Schutz und Bewahrung unseres Herrn stellen. Dies können wir jeden Tag in unserer Gebetszeit tun und sie auf ihrem Weg durch den Tag begleiten. 

Unsere Kinder dürfen von uns Erwachsenen erleben und erfahren, dass wir gerade auch in Anwesenheit der Kinder beten und ihnen damit ein Vorbild im Vertrauen auf Gott geben. Das kann bei Mahlzeiten, zu Beginn und am Ende des Tages sein, in besonderen Situationen der Kinder, in der Familie und in unserem Umfeld. Meine Oma hat jeden Morgen, wenn ich aus dem Haus ging, mit mir gebetet: „Jeden Schritt und jeden Tritt geh du, lieber Heiland mit…“ Es war immer das gleiche Gebet, aber sie hat es von Herzen gebetet und ich kann mich bis heute daran erinnern. 

Lasst uns bedenken, dass jedes Kind seine eigenen Nöte und Probleme hat, mit sich selbst in den jeweiligen Entwicklungsphasen, mit Eltern, Geschwistern, Freunden und in der Schule. Nicht immer können wir Erwachsenen diese Nöte und Probleme gleich erkennen und nicht immer erzählen die Kinder ihren Eltern davon. Aber wir können unsere Kinder aufmerksam beobachten und in aller Vorsicht ins Gespräch kommen und zeigen, dass wir sie und ihre Fragen und Nöte ernst nehmen und sie mit dem Kind zusammen zum Herrn Jesus bringen. Das erfordert oft viel Weisheit, Einfühlungsvermögen. Aber die Liebe, die uns der Herr Jesus in unsere Herzen gibt, wird uns den richtigen Weg weisen. 

Aber es geht nicht nur um Bitten im Blick auf Nöte und Probleme, wir dürfen mit den Kindern auch das Danken für Gutes und Gelungenes einüben. Wir ermutigen das Kind, auch selbst ein Dankwort an Gott zu richten für das, was ihm Gutes begegnet ist oder auch für eine erfahrene Gebetserhörung. Dabei können wir erklären, wer Gott ist und dass wir im Namen unseres Herrn Jesus mit allem zu ihm kommen dürfen. Und wir können den Kindern die Nöte anderer in unserer Umgebung oder in der Welt erklären und mit ihnen dafür beten. Das Buch „Kinder beten für die Welt“ bzw. „Du kannst die Welt verändern – Gebetsatlas für Kinder“ gibt da eine gute Hilfestellung. 

Auch Lieder und einzelne Bibelworte oder vorformulierte Gebete (z.B. Gebetswürfel) sind hilfreich für unser Beten mit den Kindern. Und wir können den Kindern Jesusgeschichten aus der Bibel lesen oder erzählen. Wir machen sie dadurch mit dem Wesen unseres Herrn bekannt und ermutigen sie so, ihm zu vertrauen und sich ihm im Gebet anzuvertrauen. 

Am Ende eines Tages können wir einander fragen, für was wir danken und für was wir im Blick auf den kommenden Tag beten können. Eine Hilfe ist es, wenn die Erwachsenen und die Kinder ihre Gebetsanliegen anonym auf einen Zettel schreiben und dann austauschen und dafür einzeln oder gemeinsam beten. 

Insgesamt ist es wichtig, dass die Kinder eingebettet sind in ein geistliches Leben in der Familie und auch in der Kinder- und Jugendarbeit. So können sie lernen, dass nicht nur die Erwachsenen mit ihnen und für sie beten, sondern dass sie selbst dieses Vorrecht wahrnehmen können. 

Horst Weippert, Gärtringen 

Zur Gestaltung

    Suchen Sie in den Wochen vor der Gebetsveranstaltung Berichte heraus, die Gewalt, Aggression und Rücksichtslosigkeit im Alltag dokumentieren, indem Sie sie aus lokalen Zeitungen ausschneiden oder aus Nachrichtenseiten kopieren. Stellen Sie diese Ausschnitte für die Betenden sichtbar den beiden Bibeltexten gegenüber. Lassen Sie beides vorlesen und bitten Sie um spontane Reaktionen (Wer emotional beteiligt ist, betet als Betroffener intensiver). Notieren Sie die daraus erwachsenden Gebetspunkte, so dass sie den Betern als Erinnerung vor Augen sind. Beenden Sie nach 15 bis 20 Minuten das Gespräch und gehen Sie direkt in die Gebetsgemeinschaft. Eine kurze Auslegung der beiden Bibeltexte könnte diesmal auch am Ende stehen.

    Zu einem Artikel aus PRO Medienmagazin zur Vertiefung

    Lob und Dank

    1.

    Für das Geschenk unserer Kinder und Enkel

    2.

    Dass wir für sie da sein und für sie beten dürfen

    3.

    Dass Jesus Kinder in besonderer Weise liebt und sie uns als Vorbilder im Vertrauen vorstellt

    4.

    Für alle Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit in unseren Gemeinden

    5.

    Für alle kindgerechte Verkündigung des Evangeliums

    Buße

    1.

    Dass wir in unserem Land Kinder im Mutterleib töten

    2.

    Dass Werbung für Abtreibung freigegeben werden soll

    3.

    Dass Abtreibung ein Menschenrecht werden soll

    4.

    Wo wir unseren Kindern die Liebe Gottes vorenthalten haben

    5.

    Wo Kinder gehindert werden, das Evangelium zu hören

    Bitte

    1.

    Dass wir in unseren Familien mit unseren Kindern geistliche Gemeinschaft praktizieren

    2.

    Dass wir für sie beten in all den Situationen, in denen die Kinder stehen

    3.

    Für die Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit, Religions- und Konfirmandenunterricht in unseren Gemeinden, Schülerbibelkreise an den Schulen

    4.

    Dass Kinder zu einem selbstständigen Glauben an Jesus kommen und ihren Dank, ihre Fragen und Nöte zu ihm bringen

    5.

    Für die Kinder in zerrütteten Familien

    6.

    Für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten

    7.

    Dass Eltern ihre Kinder zu Kinder- und Jugendgruppen schicken bzw. gehen lassen und sie nicht daran hindern

    8.

    Dass Hilfsorganisationen nicht nur für die äußere Versorgung von Kindern sorgen, sondern auch für die Begegnung der Kinder mit dem Herrn Jesus

    Liedvorschläge

    • So ist Gott, er hört Gebet (Einfach Spitze, Nr. 119)
    • Gott kennt alle meine Sorgen (Kinder feiern Jesus, Nr. 46) 
    • Wer bittet, dem wird gegeben (Feiert Jesus 2, Nr. 129)