Hauptamtliche Mitarbeiter

Monatliches Allianzgebet für März 2018

„Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.“

Lukas 10,2

Wir stellen fest, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich auf den Weg machen Theologie zu studieren – und zwar unabhängig von der inhaltlichen Ausrichtung. Die Zahl der Theologiestudierenden an den Universitäten hat einen historischen Tiefstand erreicht. Dabei werden in den nächsten Jahren sehr viele Hauptamtliche in Rente gehen.

Der Pastorenberuf scheint zur Zeit nicht attraktiv zu sein. Dabei kenne ich kaum einen anderen Beruf, der so vielseitig ist und so viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet, wie den Pastorenberuf. Nach über 38 Jahren in diesem Beruf bin ich immer noch gerne Pastor und ich bin davon überzeugt, dass unsere Gemeinden Menschen brauchen, die sie bezahlen und freistellen für die Reich-Gottes-Arbeit: „Bittet darum den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in die Ernte sende.“

Was könnten die Gründe für die augenscheinlich derzeit geringe Attraktivität sein? Drei Erfahrungen möchte ich nennen: Auf die Frage: „Warum brauchen wir eigentlich einen Pastor oder eine Pastorin?“ antwortet ein Jugendlicher: „Um Menschen Gott näher zu bringen und sich um Menschen zu kümmern“. Andere ergänzen in der Runde, dass sie aber gleichzeitig wahrnehmen, dass Pastoren oft „nicht ganz von dieser Welt“ sind und dass man sie auch nicht richtig verstehen kann.

Bei einer Befragung von Pastorinnen und Pastoren in den ersten Dienstjahren, was ihnen an ihrer Tätigkeit gefällt und was ihnen nicht gefällt, wurde häufig genannt:

Ausgehend von der Erfahrung, von Gott berufen zu sein kann man mit ziemlich freier Zeiteinteilung mit anderen Menschen zusammen Reich Gottes bauen. Es ist ein Privileg des Pastorenberufes, dass wir für beten, Bibellesen und Mitarbeit im Reich Gottes bezahlt werden. Aber es gibt auch viele Dinge, die nicht gefallen. Da wurden insbesondere genannt: hoher Erwartungsdruck, Leben gegen den allgemeinen Rhythmus (Gemeindeveranstaltungen sind meist, wenn andere Menschen frei haben und dadurch sind private Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt) und Strukturfragen.

Bei einer Sichtung von Gemeindeerwartungen im Blick auf Hauptamtliche (jedenfalls im freikirchlichen Bereich) stießen wir auf die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Der Pastor, den viele Gemeinden sich wünschen, kann gut predigen, ist missionarisch ausgerichtet, seelsorgerlich begabt, kann gut strukturieren und leiten, setzt Impulse für die Gemeindeentwicklung, besucht treu und regelmäßig alle Älteren, verfügt über Jahrzehnte Berufserfahrung und ist zwischen 30 und 40 Jahre alt, damit er auch die Jugendlichen und die Familien gut anspricht. Dabei ist die wichtigste Eigenschaft eines hauptamtlichen Mitarbeiters nach 1.Korinther 4,12, dass sie treu ihren Dienst tun.

Ich bin überzeugt: Wir brauchen in unseren Gemeinden Pastor/-innen, Diakon/-innen und andere hauptberufliche Mitarbeiter/-innen. Wir brauchen (neben vielen Ehrenamtlichen) Menschen, die gut ausgebildet, christuszentriert und menschenzugewandt ihre Zeit und Kraft nicht nur nach Feierabend ins Reich Gottes investieren. Um die Berufung solcher Menschen wollen wir beten.

Zur Gestaltung

  • Den Hauptamtlichen sagen, wo ihr Dienst geschätzt wird
  • Regelmäßig für die Hauptamtlichen in der Gemeinde beten
  • Hauptamtliche erzählen positiv von ihrer Arbeit
  • Eine Gesprächsrunde mit Hauptamtlichen und jungen Leuten unter der
  • Frage, warum so wenige sich für einen hauptamtlichen Dienst ausbilden lassen
  • Junge Menschen begleiten auf dem Weg zur Berufsfindung verbunden mit einer „Berufsberatung für das Reich Gottes“

Gebetsanliegen

Dank und Lob - Wir danken Gott

1.

für seine bedingungslose Liebe zu allen Menschen

2.

für die Freiheit in unserem Land, seine Gute Botschaft der Liebe zu verkündigen

3.

für die vielen technischen Möglichkeiten der Übertragungen

4.

für die Gemeinden, die bei PROCHRIST LIVE 2018 dabei sind

5.

für die Verkündiger

6.

für die vielen Mitarbeiter in Leipzig und an den Orten

Buße - Wir bitten Gott um Vergebung

1.

dass wir oft schweigen und Jesus nicht bekennen

2.

dass wir uns nicht die Zeit für Menschen nehmen, die "unbequem" mit ihren Fragen sind

3.

dass wir Gott oft so wenig zutrauen

Bitte - Wir bitten Gott

1.

um Bewahrung bei allen Vorbereitungen

2.

um ein gutes, ehrliches und gesegnetes Miteinander aller Mitarbeiter und Verantwortlichen

3.

um Gesundheit und Kraft für das PROCHRIST Team in der Zentrale und in Leipzig

4.

um Vollmacht für Elke Werner und Steffen Kern bei der Verkündigung in Leipzig

5.

um Vollmacht für alle Verkündiger vor Ort und ein gutes Miteinander mit den Veranstaltern

6.

um Gottes Wirken in den Herzen der Zuhörer und Entscheidungen für ein Leben mit Jesus Christus

7.

um Mut von der Liebe Gottes in unserem persönlichen Leben zu reden

8.

um den Blick für Menschen, die von der Vielfalt unserer Zeit erdrückt werden und nach Orientierung suchen

9.

um Geduld uns auf Gottes Zeitplan mit Menschen einzulassen, die angesprochen wurden und sie weiter zu begleiten

10.

für alle nachfolgenden Glaubenskurse

Liedvorschläge

  • Anker in der Zeit (T. u M. Albert Frey)
  • Wie wir miteinander reden (T.: Martin Buchholz-Fiebig/M: Hella Heizmann)
  • Das glaube ich (Hillsong)