Gebet für Christen aus dem Ausland in Deutschland

Juli 2026

Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke – was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden, – für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute; und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.

Philipper 1,3-6

Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi von seinem Dank für diese Gemeinde. Sie unterstützt ihn und hat Gemeinschaft am Evangelium. Sie bereitet ihm Freude. Was bei Paulus in seinen Briefen immer wieder auffällt, dass er Anteil an dem Ergehen von einzelnen nimmt, ihre Namen präsent hat und regelmäßig für sie betet.  

Mir geht es ähnlich wie Paulus, wenn ich an die Christen denke, die aus vielen verschiedenen Ländern hier nach Deutschland gekommen sind, um Jesus bekannt zu machen. Sie sind ein großer Reichtum und Segen für unser Land. Von ihnen können wir viel lernen, wie sie ihren Glauben im Alltag leben. Für sie ist es natürlich den Glauben nach außen hin sichtbar werden zu lassen. Sie haben den Mut, von Jesus zu reden, um den wir hier in Deutschland verstärkt beten dürfen. Dafür bin ich Gott unendlich dankbar, dass aus anderen Kulturen, Menschen aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind, die zur Ausbreitung der guten Nachricht dienen. Einige Beispiele zum Danke geben ich gerne weiter. 

Als der Eiserne Vorhang fiel, kamen viele sogenannte „Russland-Deutsche“ aus der Sowjetunion nach Deutschland. Sie sind zum Segen für die Gemeindelandschaft in Deutschland geworden. Ich denke an so eine Gemeinde, die ich immer mal wieder besuchen darf. Ihre Jugend hat sich als „Stadtlichter“ organisiert. Sie sind missionarisch und sozialdiakonisch in der Stadt unterwegs. Den Bürgermeister in der Stadt haben sie gefragt: „Wie können wir der Stadt helfen, wo können wir helfen?“ Der Bürgermeister – der sonst den Christen eher skeptisch gegenüberstand – war überrascht und erfreut über das Hilfsangebot. Inzwischen haben sie zwei weitere Gemeinden in der Stadt gegründet und erreichen der Kirche zunächst fernstehende Menschen.  

 Da ist eine Pharmazeutin aus Pakistan mit einem Finnen verheiratet. Sie leitet seit einiger Zeit eine Gebetsgruppe in einem großen deutschen Pharmaunternehmen. Mir fällt eine Peruanerin ein. Sie stammt aus dem peruanischen Stamm der Kechuas und ist mit einem Missionar aus Deutschland verheiratet. Während ihres Sprachstudiums in Deutschland hat sie als Altenpflegerin in der Diakonie geholfen. Sie war betroffen, dass sie mit einer Rumänin die einzigen Christen waren, die ihren Glauben offen bezeugten. Nach Dienstende nahm sie sich die Zeit einzelnen Heimbewohnern aus der Bibel vorzulesen und zu beten.  

Ein Kenianer, der in Deutschland lebte und die geistliche Not in unserem Land erkannte, gründete vor einen Jahren ein Missionswerk. Mit dem kommen nun Missionare aus Kenia nach Deutshland. Dennoch fällt es vielen ausländischen Geschwister schwer in Deutschland sich zurecht zu finden. Auch die Gottesdienstformen tragen dazu bei, dass etliche sich lieber in ihren nationalen Gemeinden versammeln. Als Evangelische Allianz in Deutschland ist es uns ebenfalls ein Anliegen, dass auf unseren Konferenzen, Treffen und Arbeitsgruppen die Vielfalt der Geemeinde Jesu weltweit erkennbar wird. 

Zur Gestaltung: Laden Sie zu ihrem Gebetstreffen Christen aus anderen Ländern ein. Lassen Sie sie erzählen warum und wie sie nach Deutschland gekommen sind. Erfragen Sie wie viele Nationalitäten in ihrem Ort wohnen und beten Sie für diese Länder.

Dank

  • Fachkräfte, die aus dem Ausland in Firmen und sozialen Einrichtungen tätig sind und Christus bezeugen 
  • Internationale Gemeinden und Studentengruppen 
  • Missionare aus dem Ausland, die in Deutschland dienen 
  • Christen, die als Migranten nach Deutschland gekommen sind und sich hier einsetzen 
  • Gemeinden, die ausländische Christen willkommen heißen und in die bestehende Gemeindearbeit einbinden 
  • Für die vielen fremdsprachigen Gemeinden und Gebetstreffen in Deutschland 

Buße

Wir bekennen, dass wir zu wenig, um die Mithilfe von ausländischen Geschwistern gebetet haben. 

Wir bekennen, dass wir oft denken, dass wir es besser als andere können und damit dem Ruf „Kommt herüber und helft uns“ nicht ausgesprochen haben. 

Wir bekennen, dass unsere Kultur in manchen Bereichen ein Hindernis ist, um Glauben sichtbar werden zu lassen und Gemeinschaft aufzubauen und zu pflegen. 

Fürbitte

Wir beten für eine stärkere Vernetzung mit internationalen und fremdsprachigen Gemeinden in Deutschland 

Wir beten für Pastoren und Gemeindeleiter, dass sie die Wichtigkeit des Gebets für sich neu entdecken. 

Wir beten für Liebe und Hingabe zu den Menschen, die noch nicht mit dem Evangelium erreicht sind. 

Lieder

  • Wer bittet dem wird gegeben, CCLI Nr. 4330156 
  • Komm heraus aus deiner Ecke (Überall hat Gott seine Leute), CCLI 5931970 
  • Wir sind eins, folgen deinem Namen, CCLI 7021392 

Detlef Garbers

Arbeitskreis Gebet der Evangelischen Allianz Deutschland, Sinsheim