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Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an; sie sind schon weiß zur Ernte
Johannes 4,35
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Wie oft denken wir, dass die Ernte noch nicht reif ist? Wir sagen Sätze wie: „Meine Kollegin? Die will vom Glauben nichts wissen“, oder „Ich hab’s ja schon versucht, aber der ist einfach noch nicht bereit dafür“, oder „An meiner Schule kann Jesus nichts ausrichten.“ Doch Jesus fordert die Jünger auf, nochmal genau hinzusehen. Die Realität ist nicht immer, wie sie scheint. Manchmal wirkt das Feld noch nicht bereit, doch in Wirklichkeit, wenn wir genau hinschauen, ist es schon reif zur Ernte.
Die Schule wirkt vielerorts wie ein Acker, welcher noch nicht bereit ist. Sie sind ein sehr behütetes Umfeld, an welchem Religion keine große Rolle spielt und nicht spielen soll. Fast alle Jugendlichen sind froh, wenn der Schultag vorbei ist. Wie soll an einem solchen Ort die Botschaft des Evangeliums verkündet werden? Doch schauen wir genauer hin, erkennen wir Spuren der weißen Erntefelder. Wir hören von einer jungen Generation, die offen für Spiritualität ist. Von einem geistlichen Hunger und einer Suche. Von Fragen, die die Welt nicht befriedigend beantworten kann.
Doch wenn die Ernte an den Schulen reif ist, wer geht hin und erntet sie? Wo sind die Arbeiter? Wer beantwortet die Fragen, wenn christliche Gemeinden und Institutionen an Schulen nicht erlaubt sind? Wer verbringt den Großteil seiner Zeit dort? Die Schülerinnen und Schüler selbst. Sie kennen ihre Schule und wissen, welche Themen ihre Klassenkameraden bewegen. Die Kinder, die Jugendlichen, die an Jesus glauben, sie alle besuchen an eine Schule. Und viele von ihnen sehnen sich danach, an ihrer Schule von Jesus zu erzählen und als Christen einen Unterschied zu machen. Sie brauchen nur einen kleinen Anstupser oder eine gute Idee, wie sie anfangen können, den Glauben an ihre Schule zu tragen. Viele christliche Jugendliche fühlen sich mit ihrem Glauben allein an der Schule und ihnen fehlt einfach der Mut, loszulegen. Wie eine Glut, die darauf wartet, angefacht zu werden. Wie ein Same, der auf das Wasser wartet, um aufzugehen.
Wenn diese Jugendlichen Menschen an ihrer Seite haben, die sich in sie investieren, können sie das Licht in die Schulen hineintragen. Mit der nötigen Rückendeckung sind sie die Hoffnung, die unsere Schulen haben. Dann ist wahre Veränderung möglich. Dann besteht die Möglichkeit, dass an Schulen Angst und Leistungsdrucks weichen müssen, und Platz machen für Hoffnung, Annahme und Freiheit.
„Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!“ (Matthäus 9,37-38). Die Jugendlichen sind unsere Arbeiter im Erntefeld Schule. Und wenn das Erntefeld reif ist, wie Jesus sagt, dann wird es höchste Zeit, dass wir für Arbeiter beten. Und sie losschicken in die Ernte.
Johannes 4,31-38 | Matthäus 9,35-38
Zur Vorbereitung und Gestaltung
Die Schüler-SMD ist eine Organisation, die Schüler dabei unterstützt, ihren Glauben im Schulalltag zu leben. Sie begleitet und vernetzt über 200 Schülerbibelkreise deutschlandweit, bietet Freizeiten an und stellt Materialien für die christliche Jugendarbeit rund um das Thema Glaube an der Schule zur Verfügung.
- Schreiben Sie sich eine Schülerin oder einen Schüler auf, für die Sie regelmäßig beten möchten. Fragen Sie sie direkt nach Anliegen aus der Schule, die Sie mit ins Gebet nehmen können.
- Zusammen ist besser als allein: Erzählen Sie christlichen Jugendlichen von der Möglichkeit, eine Schüler-Gebetsgruppe oder einen Schüler-Bibel-Kreis zu gründen. Die Schüler-SMD unterstützt gerne dabei.
- Kontaktieren Sie die Ansprechperson der Schüler-SMD in Ihrer Region, und erkundigen Sie sich nach Schülergruppen in der Nähe. Beten Sie für diese.
- Welche Schule ist in Ihrer Nähe? Umrunden Sie diese Schule im Gebet, allein oder mit einer Gebetsgruppe.
Wir danken
- für die Freiheit zur Ausübung von Religion, die im Grundgesetz verankert ist
- für ein gutes Bildungssystem und die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen
- für eine neue Offenheit unter jungen Leuten, sich mit religiösen Inhalten zu befassen und in der Bibel zu lesen
- für einen Aufschwung an Schülergruppen, die sich in Deutschland gründen
Wir bitten
- dass Schülerinnen und Schüler zu Jesus finden
- dass christliche Jugendliche den Mut haben, sich zu Jesus Christus zu bekennen und für ihren Glauben einzustehen
- dass junge Leute sich rufen lassen christliche Schülergruppen zu gründen
- dass bestehende Schülergruppen wachsen und ein Licht an der Schule sind
- dass Schulleitungen wohlgesinnt sind und Schülergruppen an ihren Schulen erlauben und unterstützen
- dass in der kommende Ganztagsbetreuung neue Räume für Begegnung mit dem christlichen Glauben in den Schulen geöffnet werden