Wenn wir auf die Ukraine blicken, sehen wir Zerstörung, Leid und Unsicherheit. Der Krieg hinterlässt tiefe Spuren. Besonders erschütternd ist die große Zahl jun ger Menschen, die Gliedmaßen verloren haben und nun mit einer Behinderung leben müssen. Vieles scheint von Schwäche und Hoffnungslosigkeit geprägt. Doch Gottes Geschichte endet nie bei der Schwäche. Paulus erinnert uns daran, dass Gott gerade das erwählt, was in den Augen der Welt als schwach gilt. Er macht deutlich: Gottes Kraft zeigt sich dort, wo Menschen ihre Grenzen erken nen und sich ihm anvertrauen.
Das 10-jährige Jubiläum des Rehabilitationszentrums Agape Ukraine hat uns vor Augen geführt, wie Gott mitten im Krieg wirkt. Als der russische Angriff begann, konnten dank des großen Netzwerkes der Evan gelischen Allianz in Deutschland und der Europäischen Evangelischen Allianz rund 500 Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen in Sicherheit gebracht werden. Heute arbeitet Agape Ukraine nicht nur weiter – das Zentrum wird sogar erweitert, weil der Bedarf an Rehabilitation stetig wächst.
Diese Entwicklung ist mehr als ein Bauprojekt. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Gottes Hoffnung größer ist als Krieg und Zerstörung. Menschen er fahren dort medizinische und therapeutische Hilfe, liebevolle Begleitung und die befreiende Botschaft von Jesus Christus. Viele gewinnen neuen Lebensmut und entdecken, dass ihr Leben trotz aller Einschränkungen wertvoll ist.
Dabei wird deutlich: Menschen mit Behinderungen sind nicht nur Empfänger von Hilfe. Gott hat sie mit einzigartigen Gaben beschenkt. Sie ermutigen andere 4 durch ihre Ausdauer, ihre Glaubensstärke, ihre Dankbarkeit und ihre Fähigkeit, Beziehungen zu gestalten. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Gemeinde Jesu. Wo ihre Begabungen gesehen und gefördert werden, wird die Kirche reicher und Gottes Liebe sichtbar.
Vielleicht fordert uns dieser Bibeltext deshalb auch persönlich heraus. Sehen wir in Menschen mit Behinderungen zuerst ihre Begrenzungen – oder entdecken wir die Gaben, die Gott ihnen anvertraut hat? Gottes Maßstäbe unterscheiden sich oft von unseren. Er gebraucht gerade die Menschen, die andere leicht übersehen.
Beten wir dafür, dass Agape Ukraine, die mit der Europ. Evangelischen Allianz zusammenarbeitet, weiterhin ein Ort der Hoffnung bleibt. Und beten wir darum, dass wir lernen, das Potenzial von Menschen mit Behinderungen neu zu sehen, ihre Gaben wertzuschätzen und gemeinsam als Leib Christi Gottes Liebe in einer verletzten Welt sichtbar werden zu lassen.
„Dankt dem Herrn, denn er ist gut; seine Gnade währt ewig.“ Psalm 136,1
Dank
Wir danken …
- Gott für seine Treue Fürsorge und des Schutz des Reha-Zentrums „Agape Ukraine“ in der bisherigen Zeit des Krieges
- Gott für die Möglichkeit, Soldaten und zivilen Menschen mit Behinderungen durch geistliche und körperliche Rehabilitation dienen zu können
- Jesus Christus für das Team von Freiwiliigen, Freunden, Gemeinden und Partnern, die die Arbeit möglich machen und aufopferungsvoll in Liebe dienen
- Gott, für die Möglichkeit von dem Bau des Gebäudes und weiterer Bauplanungen in Zeiten des Krieges.
„Der Herr ist meine Stärke und mein Schild“ Psalm 28,7
Gebet
Lasst uns beten …
- für einen gerechten Frieden in der Ukraine und für Gottes Schutz über das Reha-Zentrum. Bewahrung vor Drohnen, Raketen und jeder Gefahr
- für geistlich, seelische und körperliche Kraft der Mitarbeiter und Freiwilligen und das gesamte Team
- für die Versorgung mit den notwendigen finanziellen Mitteln zum Bau des Hauptgebäudes und der Fertigstellung zusätzlicher Gebäude
- dass Menschen durch den Dienst von „Agape Ukraine“ Gottes Liebe, Hoffnung und die Erlösung in Jesus Christus erkennen
So können Sie aktiv werden
- Lesen Sie den Blog über die Evakuierungen wie Gott in scheinbar aussichtslosen Situationen wirkt: https://europeandisabilitynetwork.com/2022/03/16/krieg-in-europa/
- Danken Sie Gott für seine wunderbare Versorgung in dem alle diese Menschen in Sicherheit gut untergebracht werden konnten.
- Beten Sie, dass diese Personen sich weiterhin in ihrer neuen Heimat gut einfinden und im Glauben wachsen.
- Überlegen Sie, wo es in Ihrer Gemeinde Barrieren gibt, die es Meschen mit Behinderung erschweren zum Gottesdienst und anderen Veranstaltungen zu kommen. Dazu finden Sie Anregungen mit vielen hilfreichen Tipps von Betroffenen in unserer Broschüre Barrierefrei, die sie kostenlos bei der Evangelischen Allianz Deutschland bestellen können. https://perspektivforum-behinderung.ead.de/material-downloads/
- Wo gibt es in Ihrem persönlichen Umfeld Menschen mit Behinderung, die Sie einladen können zum Gottesdienst oder zu anderen Veranstaltungen?